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Diese Webseite ist zwei Herren gewidmet. Es ist zum Einen Herr Werner Noell, der Erbauer des Platzes und zum Zweiten Herrn Alfons Kössinger, einer der "Soldaten der ersten Stunde" in Rothwesten, der den Platz bis kurz vor der Aufgabe der Liegenschaft durch die Bundeswehr begleitet hat. Herrn Kössinger gebührt Dank dafür dass er sich zu seinen Lebzeiten aktiv um die Dokumentation der Geschichte de Fliegerhorstes bemüht hat.
Rothwesten ist in zweifacher Hinsicht ein historischer Ort. Zum Einen war Rothwesten einer der ersten Plätze die nach 1933 nach vollkommen neuen Prinzipien errichtet wurden und so gesehen einen Meilenstein in der Entwicklung militärischer Flugplätze darstellt. Zum Anderen war Rothwesten 1948 Ort des "Währungskonklaves" in dem die Einführung der D- Mark beschlossen und - verbunden damit - die Prinzipen der "Sozialen Marktwirtschaft" als Grundlage für das Wirtschaften im Nachkriegsdeutschland festgeschrieben wurden.
An abstract on the history of Rothwesten can be found here
Bereits vor der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 hatte die Reichswehr im Geheimen Pläne zum Aufbau einer deutschen Luftwaffe vorangetrieben. So wurde bereits im Jahre 1930 ein Fliegerrüstungsvorhaben für die Periode von 1931 bis 1937 befohlen. Bereits 1929 führte die Reichswehr eine Ausschreibung für Luftfahrzeuge durch, an der sich u. a. die Firma Heinkel in den Jahren 1930/1931 mit der Entwicklung eines Fernaufklärers vom Typ He 45 beteiligte. Parallel zur Aufbau einer Fliegertruppe wurde auch der Aufbau einer Bodenorganisation in Angriff genommen.
Nach der Gründung des Reichsluftfahrtministeriums (RLM) am 27. April 1933 unter dem Minister Hermann Göring wurde der Aufbau einer neuen Luftwaffe - und damit der Aufbau der Bodenorganisation und neuer Flugplätze/Fliegerhorste - fortgesetzt und nun mit größter Energie vorangetrieben. Besonderen Anteil hieran hatte Albert Kesselring, der im Dezember 1933 unter Beförderung zum "Commodore" die Leitung der Abteilung "D" im RLM übernimmt. Später wird aus der Abteilung "D" die Abteilung "LD", das Luftwaffenverwaltungsamt. Diese Abteilung war u. a. für den Aufbau neuer Fliegerhorste zuständig. Da eine deutsche Luftwaffe jedoch noch nicht existieren durfte, musste eine Tarnorganisation geschaffen werden, die formal den Bau der neuen Fliegerhorste leitete. Dieses war die Deutsche Verkehrsfliegerschule (DVS). Die "Baugruppe der DVS" zeichnete für den Bau der neuen Flugplätze verantwortlich. Einer der neuen Plätze war Kassel- Rothwesten.
Nach kurzer Planungszeit begannen schon im Sommer 1934 unter der Leitung des Regierungsbaumeisters Dipl.- Ing. Werner Noell - der am 7.12.1933 in die Dienste der Baugruppe der DVS getreten war - die Arbeiten am neuen Fliegerhorst. Hierbei standen zunächst Rodungsarbeiten an Waldbeständen und die Nivelierung des Geländes im Vordergrund. Zwei Drittel des Geländes waren mit Wald des Staatsforstes bedeckt, darunter auch ein gewaltiger 1000- jähriger Baum, genannte "Totenbuche". Auch dieser musste fallen. Trotzdem wurde darauf geachtet nur so viel Bäume zu fällen wie unbedingt notwendig. So konnte dann der gesamte Unterkunftsbereich innerhalb eines Waldgeländes angelegt werden. Daher rührt dann auch das Wort vom "Fliegerhorst im Erlenbusch". Auch die technischen Bauten wurden in den Waldrand einbezogen und bildeten damit die Flugbegrenzung. Die Anlage des Flugfeldes erforderte die Planierung des Geländes. Dazu mussten an der Ostseite bis zu 7 m starke Erdschichten abgetragen und an anderer Stelle aufgeschüttet werden. Der Transport der Erdmassen erfolgte mittels einer Kleinbahn. So entstand ein Flugfeld von ca. 600m Breite und 800m - später 1000m - Länge.
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Abb. 1: Rodungsarbeiten in Rothwesten 1934 - Woodcutting |
Abb. 2: Foto Rückseite - flipside of photograph |
Abb. 3: Planierungsarbeiten in Rothwesten 1934 - Landscaping |
Das Besondere an der Anlage des Fliegerhorstes stellt ohne Zweifel eine geradezu "zivile" Anlage dar. Der Kontrast der bis dahin bekannten und üblichen Kasernenbauten könnte nicht stärker sein, war geradezu revolutionär. Bis zu diesem Zeitpunkt bestimmten massive Bauten "aus Kaisers Zeiten" das Bild: Groß, dumpf, düster, bis zu 1000 Mann (ein Battalion) in einem Block, die Gesamtanlage streng gegliedert. Nun im Gegensatz dazu der neue Fliegerhorst: Die Gesamtanlage war locker gegliedert, die Bauten in die Landschaft und den Wald eingepasst, ja sogar dem nach Norden zum Tal der Fulda hin abfallenden Geländeprofil angepasst. Nun gab es keine "1000- Mann"- Kasernen sondern im Verhältnis kleine Unterkunftsgebäude bei denen sich eine Staffel auf drei Gebäude verteilte. Die Gebäude verfügten über kleine Stuben für 1 - 4 Mann sowie moderne Sanitäreinrichtungen. Dazu kamen attraktive Sozialeinrichtungen wie ein Schwimmbad, Kantine und ein vor der Wache ein "Wohlfahrtshaus" - ein "Haus der Begegnung" zu dessen Veranstaltungen auch Anwohner Zutritt hatten. Bauleiter Dipl.- Ing. Noell formulierte seinen Leitgedanken so: "Die hier stationierten Flieger sollen sich wohlfühlen". Kein Wunder, dass sich aus dem Heer zuversetzte Soldenten sich in ein Sanatorium versetzt fühlten. So wurde Rothwesten zu einem der "Vorzeigeobjekte" der Luftwaffe, die in verschiedenen Veröffentlichungen dargestellt wurde (siehe "Literatur" am Ende der Seite). Zur Attraktivität der Kasernenanlage trug auch ein von den Soldaten selbst angelegter kleiner Zoo bei. Eine ganze Reihe von Ansichten des Fliegerhorstes wurden in den 30er Jahren als Postkarten verkauft.
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| Abb. 4: Im Zoo - The Zoo | Abb. 5: Das Schwimmbad - The swimming pool |
Wegen der relativen Abgelegenheit des Flugplatzes war es unumgänglich eine Wohnsiedlung für verheiratete Offiziere, Unteroffiziere und Beamte zu errichten. Diese erstand zeitgleich mit dem Bau des Fliegerhorstes am Südrand des Platzes. Es entstanden Wohnhäuser mit 3, 5 und 7 Zimmern.
Neu war auch das Einbringen von Kunst in den Neubau der Kaserne. Hierbei ist zunächst das Bronzestandbild "Ikarus" zu nennen. Das etwa 3 m hohe Standbild stellt einen Mann dar, der einen Adler emporsteigen läßt - Symbol für die "neue deutsche Luftwaffe". Die Plastik wurde von Professor Paul Wynand, Berlin geschaffen. Dieses Standbild wurde wurde nach Schließung der Kaserne zum Schutz vor Buntmetalldieben abgebaut und in eine andere Bundeswehrliegenschaft versetzt. Das schmiedeeiserne Eingangstor sowie das Zifferblatt der Uhr am Uhrtürmchen sind Arbeiten des Kasseler Kunstschmiedemeisters Heinrich Cornelius. Die Ziffern der Uhr sind durch die Tierkreiszeichen dargestellt. Das Eingangstor ist leider nicht mehr vorhanden. An der Außenwand des Offizierscasinos befindet sich mit Blick auf das Fuldatal die Plastik "Der Ritter bewacht das Tal" des Bildhauers Andreas Schwarzkopf (1902 - 1991).
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| Abb. 6: Das Eingangstor - Wrought iron main gate | Abb. 7: Die Uhr am Uhrentürmchen - The clock on the clock- tower |
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| Abb. 8: Der Ikarus -Man releases an eagle to fly | Abb. 9: Der Ritter bewacht das Tal - On the outside of officers mess: The knight guards the (Fulda-) valley | Abb. 10: Der Ikarus war nachts illuminiert - illuminated during nightime |
Rothwesten war für die Belegung durch eine Fernaufklärungsgruppe, die mit He 45 auszurüsten war, konzipiert. Hierbei wurden die Flugzeughallen auf die Größe der He 45 hin entworfen. Nach der späteren Umrüstung auf größere Flugzeugtypen (He 70 und Do 17) erwiesen sich die Hallen jedoch als zu klein. Am 15.03.1935 traf ein Vorkommando zur Aufstellung der Fliegerhorstkommandantur und der 1. Staffel in Rothwesten ein. Das Vorkommando bestand aus 3 Offizieren und etwa 18 - 25 Unteroffizieren und Mannschaftsdienstgraden. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich die Gebäude auf dem Platz noch noch im Rohbau so dass das Vorkommando zunächst einmal provisorisch in einer Baracke untergebracht wurde. Per 1.4.1935 wurde dann die "Fliegergruppe Kassel" in Dienst gestellt. Die luftwaffeninterne Bezeichnung der Einheit lautete 1./Aufkl.Gr.424. Später erfolgte die Umbenennung zu 1./Aufkl.Gr.124. Bemerkenswert ist, dass das Richtfest der Kaserne am 30.04.1935 stattfand, zu einem Zeitpunkt als die "Fliegergruppe Kassel" bereits einen Monat in Dienst gestellt war. Zum 1.4.1936 wurde dann die Gruppe (F) 124 mit drei Staffeln gebildet. Spätere Umbenennungen in Aufklärungsgruppe 24 bzw. anschließend 22 folgten bis zum Kriegsausbruch. Am 10. Mai 1937 wurde im Rahmen einer feierlichen Zeremonie (Abb. 12) die Truppenfahne an die Aufklärungsgruppe übergeben.
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| Abb. 11: Piloten der 1./F124. Im Hintergrund Mitte Herr Kössinger ca. 1936 - Pilots of the 1/.F124 | Abb. 12: Hoher Besuch in Rothwesten. Hintergrund Mitte die Flugleitung mit Bruchbergung - High ranking visitor. In the background: airfield control building |
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| Abb. 13: Bildauswertung der Aufklärungsergebnisse - Results of photo reconnaissance are examined | Abb. 14: Wachablösung in Rothwesten. Hintergrund rechts der Uhrenturm - Changing of the guard |
Zum Zeitpunkt der Aufstellung der 1./424 konnte das Flugfeld in Rothwesten noch nicht genutzt werden. Aus diesem Grund wurde zunächst von Kassel- Waldau aus geflogen. Zug um Zug wurden nun auch erste Gebäude fertiggestellt und konnten ab 1.5.1935 bezogen werden.
Ab 1.12.1935 begann dann am Platz auch eine Schulung für freiwillige Flugzeugführeranwärter. Die Schulung in der Einheit wurde erforderlich da die Flugzeugführerschulen der Luftwaffe nicht die erforderliche Ausbildungskapazität bereitstellen konnten. So konnten dann zum 1.4.1936 auch die 2. und 3. Staffel der Fernaufklärungsgruppe aufgestellt werden. Die Ablösung der He 45 durch die He 70 erfolgte 1937, die Ablösung der He 70 durch die Do 17 1938.
| Three generations of long range reconnaissance- aircraft in Rothwesten: He 45 (since 1935), He 70 from 1937 on and Do 17 since 1938 |
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| Abb. 15: He45 auf dem Rollfeld. Im Hintergrund Halle im Bau (siehe Abb. 47) | Abb. 16: He45 mit Piloten und Wartungspersonal |
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| Abb. 17: He70 bei der Wartung | Abb. 18: He70 mit Werftpersonal |
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| Abb. 19: Neue Do 17 sind in Rothwesten eingetroffen | Abb. 20: Do17 wird in Halle gezogen |
Nach Kriegsausbruch 1939 verließen die Aufklärer den Platz. Kurzzeitig belegten Kampf- und Nachtjagdverbände den Platz, für einen längeren Zeitraum auch die Flugzeugführerschule AB 119. Es stellte sich jedoch heraus dass der Platz für moderne Flugzeuge und deren Anforderungen unter Kriegsbedingungen unterdimensioniert war. Bedeutung erhielt Rothwesten jedoch als Ausweichproduktionsstätte der Fieseler- Werke aus Kassel. In frei gewordenen Hallen wurden nun Flugzeuge aus angelieferten Baugruppen montiert und eingeflogen.
Am 06.04.1945 besetzten amerikanische Truppen den Platz. Kurz vor dem Einrücken der Truppen sprengten Deutsche einzelne Gebäude des Platzes, so auch die beiden Montagehallen der Firma Fieseler, ein Werkstattgebäude und die Flugleitung.
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| Abb. 21: Flugleitung ca. 1936 - Airfield control building | Abb. 22: Die selbe Sicht ca. 1956 - Same view 20 years later |
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| Abb. 23: dito Vorderansicht. An dieser Stelle steht heute das Heizungsgebäude (S8) Im Hintergrund die Waffenmeisterei - heute steht dort A7 - Front view | Abb. 24: dito Vorderansicht mit Spuren der Sprengung 1945 - The building was blown up by retreating German forces in 1945 |
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| Abb. 25: Gesprengte Montagehalle, im Vordergrund amerikanischer Torposten - Aircraft assembly hangar. The building was blown up by retreating German forces in 1945 | Abb. 26: Gesprengtes Werkstattgebäude - Workshop, blown up by retreating German forces in 1945 |
In den letzten Kriegstagen und kurz nach dem Ende des Krieges nutzten amerikanische Truppen den Platz weiter und bauten ihn mit einer befestigten Start- und Landebahn sowie befestigten Roll- und Abstellflächen aus. Dokumentiert ist u. a. die Stationierung der von Staffeln der 36th Fighter Group ab April 1945 bis 15.02.1946 sowie der 417th Fighter Squadron bis 09.04.1946. Auf grund der Nähe zur innerdeutschen Grenze wurden danach keine weiteren fliegenden Verbände in Rothwesten stationiert. Stattdessen kamen amerikanische Heeres- und bodengebundene Einheiten der Luftwaffe. Folgende Einheiten sind für Rothwesten belegt:
- Hauptquartier 1st Constabulary Regiment/US Constabulary - 1946-1947. Die US Constabulary stellte eine Elitetruppe der US Army dar, deren Aufgabe die Stabilisierung der Verhältnisse in den amerikanischen Zone in Deutschland und Österreich war. Hierbei waren insbesondere Polizeiaufgaben oder der Grenzschutz an den Grenzen zur sowjetischen Besatzungszone zu nennen. Weitere Aufgabne waren die Bekämpfung des Schwarzmarktes oder die Kontrolle der "Displaced Persons".
- 331st Communications Reconnaissance Company (Fernmeldeaufklärung), später umbenannt in 184th Operations Company, 319th US Army Securitiy Agency Battalion bzw. in "Field Station Rothwesten" - 1955 - 1972
- Eine Batterie des 6th Missile Battalion 517th Artillery - eine Flugabwehreinheit der US Army, ausgerüstet mit "Hawk"- Flugabwehrraketen 1966 - 19??
- 601st US Air Force Aircraft Control and Warning Squadron (AC&W) - 1949 - 19?? Eine Vorläufereinheit der 601st bezog schon kurz nach Kriegsende 1945 den Platz, wurde aber - als 601st - per 27.09.1947 deaktiviert. Im Zuge der Berliner Luftbrücke wurde die 601st am 10.07.1949 wieder aufgestellt. Sie war für die Luftüberwachung an der innerdeutschen Grenze sowie der Leitung von amerikanischen Abfangjägern zuständig, hatte aber auch den Auftrag zur Unterstützung bei offensiven Einsätzen. Die Stationierung in Rothwesten dauerte - mit Unterbrechungen - bis zum 17.03.1963.
- Eine Kompanie der 18th Army Engineers. Deren Aufgabe war nach Aussage eines Zeitzeugens "to blow up bridges in case we had to retreat from the Kassel area." In der Tat war es Aufgabe dieser Einheit im Falle eines sowjetischen Angriffs durch das sogenannte "Fulda Gap" durch Sprengung von Verkehrswegen den Vormarsch zu behindern. Sie hierzu auch: Railway Denial Mission. Genaue Stationierungsdaten sind unbekannt. In jedem Fall ist durch den Zeitzeugen eine Stationierung ab dem Jahr 1951 belegt.
Zur Aufnahme der bodengebundenen Einheiten wurde das Flugfeld nun fliegerisch entwidmet und mit einer Reihe von Fernmeldeanlagen sowie der Flugabwehrstellung belegt.
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| Abb.27 : Stabsgebäude - HQ 601st AW&C Squadron | Abb. 28: Wache in den 60er Jahren - ohne Tor. Siehe auch Abb. 6 - Location of main gate |
Zum 1.10.1972 verließen die amerikanischen Truppen Rothwesten und ihnen folgte die Bundeswehr mit der Nachschubkompanie 40 des Heeres ...... (wird vervollständigt)
Der Einzug der Bundeswehr führte zu einer Reihe von Änderungen auf dem Gelände. So wurden weitere technische Gebäude errichtet. Die große Werfthalle wurde bis auf das Tiefparterre abgerissen und mit einer großen ....halle überbaut.
Im Zuge der Reduzierung der Bundeswehr wurde der Standort Rothwesten per ... geschlossen und wird nun durch die Liegenschaftsverwaltung des Bundes veräußert.
In der Zeit vom 20. April bis 08. Juni 1948 tagte im Haus "Posen" eine Gruppe von deutschen und amerikanischen Finanzexperten um die Währungsreform in den westlichen der alliierten Besatzungszonen vorzubereiten. Diese Tagung fand unter strengster Geheimhaltung statt. Dazu waren alle Teilnehmer in einem Konklave eingeschlossen. Einzig ein amerikanischer Verbindungsmann durfte den streng bewachten Komplex um das Haus Posen verlassen. Während des Konklaves wurde nicht nur die Einführung einer neuen Währung - der D- Mark - beschlossen sondern auch die Grundlagen für ein freies Wirtschaftssystem in den Westzonen gelegt. So gesehen wirkt das Konklave von Rothwesten auch heute noch nach. Seit 1993 befindet sich im Haus "Posen" ein Währungsmuseum dass an das Konklave sowie die deutsche Währungsgeschichte seit 1945 erinnert.
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| Abb. 29: Herr Kössinger (rechts) mit dem damaligen Bundesfinanzminster Eichel im Währungsmuseum. Zwischen ihnen Herr Bernd Niesel, der jetzige Kurator des Museums - House "Posen" now houses the Museum of German currencies |
Hier werden jetzt einige der markantesten Gebäude und Einrichtungen des Platzes/der Kaserne in "Einst und Jetzt" vorgestellt. Die folgende Luftaufnahme gibt einen Überblick über den Fliegerhorst. Sie führt als "Interaktive Karte" zu den einzelnen Gebäuden und stellt - wo vorhanden - Verbindungen zu historischen und aktuellen Einzelaufnahmen der Gebäude her. Mittels des Mauszeigers können einzelne Gebäude ausgewählt werden.

| Rothwesten 1950 - with kind permission by Walter Elkins. Move your mouse over individual buildings and sites for detail- information or links to pictures |
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| Abb. 30: Antreten vor der Werfthalle ca. 1936 - Inspection in front of maintenance hangar | Abb. 31: Antreten ca. 1956. Im Hintergrund die teilweise gesprengte Waffenmeisterei - Inspection 20 years later |
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| Abb. 32: Rückseite Werft ca. 1936 - Rear side of hangar | Abb. 33: Die Situation 2003. Die Werft wurde durch einen Neubau ersetzt - Same view today. The original hangar has been demolished and replaced by a storage- building |
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| Abb. 34: Stabsgebäude ca. 1936 - HQ biulding | Abb. 35: Stabsgebäude 2003 - HQ building |
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| Abb. 36: Casino Vorderansicht ca. 1936 - Officers mess | Abb. 37: Selbe Sicht 2003 - same view 2003 |
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| Abb. 38: dito Rückansicht 1936 - Rear view | Abb. 39: dito Rückansicht 2003 - same view 2003 |
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| Abb. 40: Offiziersunterkunft mit Blick ins Fuldatal 1936 - BOQ | Abb. 41: 2007 - der freie Blick ist durch Bäume verstellt |
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| Abb. 42: Mannschaftsunterkunft 1936 - Enlisted men's quarters | Abb. 43: Unterkünfte 2007 |
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| Abb. 44: Wirtschaftsgebäude und Uhrentürmchen 1936 - Enlisted men' s club | Abb. 45: 2003 - Same building in 2003 |
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| Abb. 46: T9 - ursprünglich die Horstfeuerwehr - Fire house | Abb. 47: Große Flugzeughalle - genutzt als Umschlaghalle - Large aircraft hangar |
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| Abb. 48: Kleine Flugzeughalle - genutzt als KFZ- Halle - Small aircraft hangar | Abb. 49: Das "Wohlfahrtshaus" - Cinema/Theatre |
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| Abb. 50: Zum Schluß - Gedenkstein der Fliegerkameradschaft Rothwesten - Finally: A tribute to the deceased |
Quellen:
Alfons Kössinger: Vom Fliegerhorst Rothwesten zur Fritz-Erler-Kaserne 1934 - 1992
Haanen: Fliegerhorst im Erlenbusch, ca. 1936
Fotos:
Archiv/Nachlass Alfons Kössinger im "Archiv Fliegerhorst Rothwesten": 1 - 8, 10, 15, 17, 18, 22, 23, 29, 34, 36, 38, 40, 42, 44
601st Website: 22, 24 - 28, 31
Archiv Klaus Brandstetter: 12 - 14, 16, 19 - 21, 30, 32, 47, 50
Eigene Aufnahmen/eigenes Archiv Verfasser: 7, 33, 35, 37, 39, 41, 43, 45, 46, 48, 49
Credits: Mein besonderer Dank gilt Klaus Brandstetter für seine Unterstützung